Bürgerbus Ochtrup

Mehr Informationen über den Verein Bürgerbus Ochtrup und die aktuellen Fahrpläne erhalten Sie unter www.buergerbus-ochtrup.de

Überraschung an der Haltestelle: Gisela Fremann (r.) hieß Elfriede Brink als 1000. Fahrgast des Bürgerbusses willkommen. Foto: (nn)

Fahrgastzahlen: Bürgerbus knackt die 1000er-Grenze

Ochtrup, 20.07.2011 Der Bürgerbus hat die Schallgrenze geknackt: Am Dienstag begrüßten die Vorsitzende des Vereins, Gisela Fremann, und Fahrer Bernd Westkott mit Elfriede Brink den 1000. Fahrgast. Sie wartete um 15.20 Uhr an der Haltestelle Friedrich-Wilhelm-Weber-Straße/Weilautstraße auf den Bus und staunte nicht schlecht, als Gisela Fremann noch vor dem Einsteigen auf sie zukam und sie mit einer Bürgerbus-Tasche und etwas Süßem als Dankeschön überraschte.

Fremann und ihre Mitstreiter hatten bereits seit einigen Tagen auf den 1000. Fahrgast gewartet. „Da wir kein vorgebuchter, planbarer Reisebus sind, sondern ein öffentliches Verkehrsmittel, wissen wir nie, was uns erwartet“, machte die Vorsitzende deutlich. Die Spannung stieg, als am frühen Nachmittag mit Katharina Zimmer der 999. Fahrgast zustieg. Sie empfing den Bus an der Haltestelle Niedereschstraße mit den Worten: „Was ist das schön, dass es Euch gibt.“ Fremann und Westkott waren sprachlos und auch ein wenig gerührt. „Das ist die Bestätigung, die wir für unsere Arbeit brauchen und die uns zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, freute sich Fremann. Sie revanchierte sich für das Lob mit einer Bürgerbus-Tasche.

Über die freute sich später auch Inge Cichowski aus Kaarst als 1001. Fahrgast. Sie wartete an der Haltestelle am Pius-Hospital, um mit dem Bus zum Einkaufen in die Innenstadt zu fahren. Da kam die Tasche gerade recht. „Ganz nebenbei wollte sie dabei etwas von Ochtrup sehen, so dass der Bürgerbusfahrer zum Reiseleiter wurde“, erzählte Fremann schmunzelnd.

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Anne Eckrodt

Die Ehrenamtlichen Elisabeth Wilger und Heinrich Möllers vermelden frohe Kunde für den Bürgerbusverein: Sie registrieren während der Fahrten ein reges Interesse an Auskünften und Infomaterial. Foto: Katharina Fiegl

Die 2000er-Marke ist geknackt

Ochtrup, 08.12.2010 - Es ist mollig warm im Bürgerbus. Die Damen und Herren vom Bür­gerbusverein haben mitgedacht: Derweil draußen die Kälte klirrt, heizt den Fahrgästen ein Zusatzgerät im hinteren Fahrzeugteil ein. Kein Wunder, dass die Busfahrer bereits erste Stammkunden registrieren.

Mitte November hat der Ochtruper Bürgerbus Fahrt aufgenommen hat. Rund 70 bis 80 Personen beförderte er bei steigender Tendenz binnen der ersten drei Wochen, legte dabei - Stand Nikolaustag - 1928 Kilometer zurück. Die beliebtesten Zustiegsgebiete: Hogelucht, Weilaut, Schützenstraße, Deipenbrock, Niederesch, Welbergen und Oster. Die Fahrgäste rekrutieren sich aus allen Altersklassen - vom Nachwuchs im Kindersitz (der gehört neben zwei Sitzschalen zur Grundausstattung) bis hin zum betagten Rentner. Denjenigen, für die das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln Neuland ist, bietet der Bürgerbusverein einen besonderen Service an: eine Begleiterperson, die beim Beschnuppern des Bus-Angebotes behilflich ist. Wer Hilfe benötigt, kann sich direkt an den Busfahrer wenden - oder ihm den Namen und die Telefonnummer hinterlassen. Dann meldet sich ein Vertreter des Bürgerbusvereins zurück.

Die Streckenführung verlangt den Busfahrern einiges ab, liegen doch viele Haltepunkte in schwierig zu durchfahrenden Wohngebieten. Eine Herausforderung, die die inzwischen 23 ausgebildeten Busfahrer bislang mit Bravour - und vor allem: überwiegend im Zeitplan - meistern. Nur an den Haltestellen kurz nach der Baustelle Poststraße/Hellstiege kommt es dann und wann zu geringen Verspätungen. Zwei angehende Busfahrer werden noch eingewiesen. Ans Steuer darf nur, wer als Begleitperson mit- und außerhalb des regulären Betriebes mehrfach Probe gefahren ist.

Eine andere Voraussetzung erfüllen alle Freiwilligen schon fernab ihrer Übungseinheiten: Sie sind hilfsbereit. Und das tut im Bürgerbus auch Not - schließlich gilt es nicht nur, das Gefährt sicher von Haltestelle zu Haltestelle zu lotsen. Hier braucht jemand Hilfe beim Ein- oder Aussteigen, da beim Befestigen von Kinderwagen oder Rollator. Und wer schon absehen kann, früher zurückkehren zu wollen als der Bürgerbus fährt, kann über den Busfahrer ein Taxi ordern.

Von Mitfahrern wie Fahrern hat Gisela Fremann in den ersten dreieinhalb Wochen zahlreiche positive Rückmeldungen erhalten. Derweil sich die Fahrgäste über ihre gesteigerte Mobilität freuten, lobte das Personal das zweckmäßig ausgestattete Fahrzeug. Inklusive Zusatzheizung. Schließlich haben es auch Fahrer und Begleitperson gern mollig warm, derweil sie ihre Gäste durchs verschneite Münsterland kutschieren . . .

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Katharina Fiegl

Jetzt kann´s losgehen: Am Freitag wurde der nagelneue Bürgerbus eingeweiht. Ab Montag, den 15.11.2010 fährt er durch Ochtrup und die Außenbezirke. Foto: Bonsiepen

Bürgerbus ab Montag, 15. November 2010 unterwegs

Ochtrup, 12.11.2010 - „Ich kann es noch gar nicht glauben“, sagt Gisela Fremann und blickt auf den weißen Mercedes. Vorn auf der Haube prangt ein Schriftzug, der für Fremann und ihre vielen Mitstreiter ein endlich erreichtes Ziel bedeutet: Bürgerbus. Nun hat Och­trup auch einen - mit acht Sitzen. Am Freitagmorgen kamen die Zulassungspapiere. Am Montagmittag wird der Bürgerbus seine Fahrt durch Ochtrup und die Außenbezirke aufnehmen.

14 Monate bedurfte es, bis aus einer Idee Wirklichkeit wurde. Für alle Beteiligten Grund genug, am Freitag auf dem Busparkplatz der Firma Veelker den Mercedes genau unter die Lupe zu nehmen. Die Pfarrer Albrecht Philipps und Josef Wichmann gaben den Fahrern und künftigen Busgästen Gottes Segen mit auf den Weg.

Gisela Fremann, Vorsitzende des Bürgerbus-Vereins, blickte noch einmal zurück - nicht ohne Stolz: „Wir haben unheimlich viel Eigenleistung vollbracht.“ Dank gelte auch den 26 Fahrern, die mit großer Geduld auf den endgültigen Start gewartet hätten. Bürgermeister Kai Hutzenlaub konnte Fremanns Ausführungen nur beipflichten: „Ochtrup hätte keinen Bürgerbus bekommen, wenn nicht so ein tatkräftiger Verein dahinter stehen würde.“

Dass der Bürgerbus ein Erfolg wird, steht für Hutzenlaub außer Frage. Dafür stünden drei wesentliche Komponenten. Zum einen sei da das ehrenamtliche Engagement der Fahrer und des Vereinsvorstands, der den Bus betreut. Zum anderen sei der Bürgerbus eine große Hilfe für die Menschen in den Außenbezirken. „Für sie bedeutet es ein Stück Unabhängigkeit, weil sie nicht Mitmenschen bitten müssen, sie nach Ochtrup mitzunehmen.“ Wichtig sei auch, dass der Bus über das reine Transportieren hinaus einen sozialen Effekt habe. Hutzenlaub: „Es ist ein Ort, wo man sich zusammensetzen und unterhalten kann.“

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Fassten beim Aufbau der Haltestellenschilder in der Weiner-Bauerschaft mit an (v.l.): Bürgermeister Kai Hutzenlaub, Maria Alteepping (Vertreterin der Fahrer im Vorstand), Guido Scholz (Firma Veelker), Lutz Villhauer (stellvertretender Vorsitzender des Bürgerbusverein) und Gisela Fremann (Vorsitzende). Foto: Anne Eckrodt

Die ersten Haltestellenschilder für den Bürgerbus stehen

Ochtrup, 26.10.2010 - Soviel Unterstützung werden Frank Gerling und Jörg Mutschall bei den übrigen Schildern nicht haben. Als die beiden Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofs am Dienstag eine der ersten Haltestellen für den neuen Bürgerbus am Hof Wessendorf in der Weiner-Bauerschaft einrichteten, fassten nicht nur die Vorsitzende des Vereins, Gisela Fremann, und ihr Stellvertreter Lutz Villhauer mit an. Auch Bürgermeister Kai Hutzenlaub, Maria Alteepping als Vertreterin der Bürgerbusfahrer sowie Guido Scholz von der Firma Veelker als Konzessionsinhaberin waren dabei.

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Schilder kaum von denen anderer Bushaltestellen. Nur ein grüner Streifen am unteren Rand macht deutlich, dass es sich um den Bürgerbus handelt. Und er zeigt an, zu welcher der beiden Linien (BB1 und BB2) die Haltestelle gehört. Über 70 gibt es davon. „In 40 Fällen müssen die Haltestellen komplett neu eingerichtet werden, bei den übrigen greifen wir auf bestehende der anderen Buslinien zurück“, erklärte Gisela Fremann. Dreh- und Angelpunkt sind der Marktplatz, das Carl-Sonnenschein-Haus, der Valverde-del-Camino-Platz, das Pius-Hospital und die Villa Winkel. Ende der Woche sollen alle Haltepunkte beschildert sein.

Wird der Bus termingerecht in der nächsten Woche ausgeliefert, steht anschließend die Einweisung der Fahrer inklusive Übungstouren auf dem Programm. „Bevor wir den regulären Betrieb aufnehmen, soll das Fahrzeug noch mit Werbung versehen werden“, kündigte Gisela Fremann an. Läuft das alles nach Plan, fällt Mitte November der Startschuss für die erste offizielle Fahrt.

Bis dahin liegt auch der Fahrplan an zentralen Stellen aus, unter anderem im Rathaus, in den Seniorenheimen, in der Begegnungsstätte der Villa Winkel, im Georgsheim und im Pius-Hospital. Darüber hinaus ist er auf der Internetseite des Bürgerbusvereins (www.buergerbus-ochtrup.de) zu finden.

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von Anne Eckrodt

http://www.buergerbus-ochtrup.de